Vitalstoff Ernährung Renate Julia Winklmüllert

 

   
 
 
 
 
 

Ernährung

Blüht uns ein grünes Wunder - der Vegetarismus als neuer lifestyle?

Obgleich noch bei vielen Menschen Thymian und Basilikum eher zur Begrünung der Küche taugen, steigt die Zahl der Vegetarier ständig. Die Vorstellung, nur ein ordentliches Stück Fleisch auf dem Teller garantieren Genuss und Wohlbefinden, ist längst als Auslaufmodell enttarnt. Und das nicht erst seit der BSE, Gammelfleisch und sonstige Fleischskandale, Sorglosigkeit und Appetit vertrieben haben. Mehr und mehr Menschen wenden sich heute vegetarischen Lebensformen zu, denen ethische und gesundheitliche Motive zugrunde liegen.

Doch wie genau sehen sie aus, die verschiedenen Arten des Vegetarismus?

  • "Pudding-Vegetarier" verzichtet nur auf Fleisch, ernährt sich aber sonst nicht gesundheitsbewusst.
  • "Ovo-Lakto-Vegetarier" verzehrt kein Fleisch von getöteten Tieren. Milch, Milchprodukte und Eier sind erlaubt.
  • "Veganer" verspeist nur Pflanzliches, Getreide und Nüsse, Salate, Gemüse und Früchte.

Berühmte Zeitgenossen waren Vegetarier:

"Nun kann ich euch in Frieden anschauen; ich esse euch nicht mehr" sagte der Schriftsteller Franz Kafka beim Betrachten von Fischen, nachdem er fleischliche Genüsse aus seinem Leben verbannt hatte.

Wilhelm Busch, ebenfalls Vegetarier, dichtete in sein Tagebuch hinein:
"Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig"

Doch zu jeder Seite existiert eine Rückseite.

Afrikas Beduinenstämme töten und verzehren ihre Haustiere mit Hochgenuß und diese Rituale sind ihnen so heilig wie der Himmel über der Wüste.

Auch nordamerikanische Indianer, bekanntlich die Hüter der Erde und der Weisheit, fühlten sich beim Schlemmen von Büffelfleisch nicht nur wohl sondern auch den Göttern sehr nah.

Doch welch ein Unterschied zum heutigen Umgang mit Tieren!
Für einen Indianer war ein erlegtes Wild eine Gabe, ein Bruder dem er dankte und den er um Vergebung bat vor dem Verzehr.
Im Zeitalter der Massentierhaltung und der industriell manipulierten Fleischberge steigt die Zahl der Verweigerer stetig.

Aber dennoch weckt Grünzeug auf dem Teller bei vielen Menschen noch immer mehr Frust als Lust. Dabei liefert eine gemüsereiche Mahlzeit nicht nur die optimale Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen, Farb-, und Duftstoffen ect., phantasievoll zusammengestellt führt dies auch noch zu höchstem Gaumenglück.
Wenn dann noch naturbelassene Vollwertprodukte in den Kochtopf wandern, ist ein unvergleichlicher Geschmack von Reinheit und Intensität so gut wie sicher.

"Leben entsteht durch Leben" und nur vollwertige Produkte biologisch erzeugt, verdienen es, "Lebensmittel" genannt zu werden.

Doch das fehlende Fleisch will durch Ideenreichtum ersetzt werden und so ist diese Art zu kochen eine Herausforderung, die sich aber lohnt.

Gutes Essen steigert das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensfreude, und sie lässt Raum für die wichtigste aller Gourmettugenden:


                                                       Kochen mit Liebe

 

 

 

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